Nachlese 2011

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Wir sind dabei Equi-Expo 2011

Mit und Hund und Pferd gemeinsam etwas tun ? Im Rahmen der EquiExpo International präsentiert die zweifache Bundechampionesse 2010 und 2011 Carmen Forster mit ihren vierbeinigen Freunden GHP Great Pal Omine und S Bar L Smarty den Horse + Dog Trail. Beim Horse and Dog Trail sind alle drei im Hund-Mensch-Pferd-Team gefordert. Pferd und Reiter bewältigen gemeinsam einen Hindernisparcours bestehend aus Bodenstangen, die im Schritt, Trab oder Galopp überquert werden, dem Rückwärtsrichten durch ein Stangen-L, seitwärts gehen über eine Stange, Durchqueren eines Tors und Überqueren einer Brücke. Der Hund bekommt im Rahmen dieses Trail-Parcours eigene Aufgaben wie Hinlegen, durch einen Reifen springen oder Anleinen vom Pferd aus gestellt.

Bundesfinale 2011 in Bad Hersfeld

Wir sind wahnsinnig stolz, dass auch in diesem Jahr der Titel "Horse and Dogtrail Bundeschampion 2011" zu uns ins Saarland geht!

Leider war die Veranstaltung auf dem Breitensportfestival in Bad Hersfeld nicht vergleichbar mit dem Bundesfinale im letzen Jahr in Kreuth.

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Hier meine Eindrücke

Nun ist auch dieser Event Vergangenheit,

als Gewinnerteam des Horse and Dogtrail-Cup 2011 des Landesfinales im Saarland machten wir uns am Samstag den 10. September auf den Weg zum Bundesfinale nach Hessen.

In diesem Jahr wurde das Finale beim Breitensportfestival in Bad Hersfeld ausgetragen.

Als wir mittags auf dem Gelände eintrafen nachdem unser Navi gesagt hatte „Sie haben ihr Ziel erreicht", hätte ich am liebsten wieder umgedreht.

Ich traute meinen Augen nicht, eine riesige Grünfläche in mitten des Stadtzentrum von Bad Hersfeld mehrere verschieden große Arenen mit Elektroband eingezäunt sollten an diesem Wochenende Austragungsort des Bundesfinale im Horse and Dogtrail sein.

Nachdem es der uns schriftliche zugewiesenen Stellplatz fürs Wohnmobil und Paddock gar nicht gab blockierten wir mit unserem Gespann erst mal dort alles bis der Paddockzuweiser uns einen passenden Platz anbieten konnte.

Rundherum chaotische Zustände, Reiter mit ihren Pferden aus den unterschiedlichsten Breitensportdisziplinen, Kaltblüter vor Pflügen und beim Holzrücken rundeten das ganze dann noch ab.

Arena Nr. 8 sollte unsere sein bei der am nächsten Tag die 12 besten Horse and Dogtrail Teams der einzelnen Bundesländer gegeneinander antreten sollten.

Das Gras so hoch das man teilweise die Stangen nicht richtig sah ging es Berg auf und Berg ab, ich war geschockt und hoffte nur das mein Hund mein Pony und ich das heil überstehen.

Samstags beim Abreiten merkte ich schon wie unsicher Nosy auf diesem Untergrund war denn schließlich kannte der das nur von der Koppel und nicht vom Arbeiten. Außerdem war die ganze Atmosphäre ziemlich unruhig und angespannt nicht wie wir es von unseren Turnieren her kannten.Ich dachte nur oh Gott, was soll das nur werden.

Da Nosy die Übernachtung im Paddock nicht kennt, aber auf diesem riesigen Event keine Stallzeltboxen angeboten wurden hatte mein Mann Dieter sich im Vorfeld darum gekümmert und uns eine Box, 6 km weiter auf einer alten Mühle gemietet, dort konnten wir mit unserem WoMo direkt am Stall zur Übernachtung stehen bleiben. Nach einem leckeren Abendessen im dortigen Restaurant hatte sich die Anspannung etwas gelegt und mein Pferd war auch sichtlich entspannter.

Dann kann der Tag X, 11.09.2011, mittlerweile war auch mein Team angekommen die am Morgen zeitig aus dem Saarland angereist sind um mich mit Hund und Pferd zu unterstützen.

Um 14.30 Uhr war das Bundesfinale angesetzt, wir durften den Parcours abgehen und hatten mit dem Richter Mike Stöhr noch ein paar Einzelheiten vor Ort geklärt. Etwa 10 min. vor Prüfungsbeginn hatten auf dem Platz rechts von uns die berittene Polizei demonstriert wie schußsicher ihre Pferde sind und auf einmal brach das Chaos aus, plötzlich waren alle Hunde wegen der Knallerei durch den Wind und ich dachte so das war es.

Dann ging es los, ich war dieses mal als Dritte am Start mit einem gestressten Hund und einem Pulverfass an Pferd betrat ich die Arena. Nun hieß es Nerven behalten und das Beste aus der Situation machen. Ich steuerte mein Pferd durch den Parcours und versuchte beruhigend auf beide zu wirken was bei diesem Volksfestflair nicht einfach war, denn das Umfeld war laut und hektisch, kein Vergleich mit letztem Jahr in Kreuth.

Wir hatten es geschafft und die Prüfung unbeschadet überstanden.

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Am Horizont waren nun auch die ersten finsteren Wolken zu sehen die sich immer mehr verdichteten. Dann ging alles ganz schnell, alle Teilnehmer waren durch, die Siegerehrung begann, Platz 10, Platz 9, Platz8 standen fest als innerhalb von ein paar Minuten ein heftiges Unwetter anfing zu toben. Panische Pferde, Hunde und Menschen liefen wie wild umher und an dieser Stelle wurde die Ehrung abgebrochen.

Ich brachte mein Pferd schnell zum Hänger um ihn etwas sicherer unterzubringen.

Mittlerweile goss es wie aus Kübeln und die Sturmböen ließen alles kreuz und quer umherfliegen. Ich bekam dann die Meldung zur Siegerehrung ins große Essenszelt zu kommen. Klatsch nass machte ich mich auf den Weg dorthin, denn ich wollte doch schon wissen wie der Richter mich bewertet hat.

Weil nicht alle Finalisten mehr anwesend waren wurden nach etlichem hin und her dann die ersten drei Plätze bekannt gegeben. Ich traute meinen Ohren nicht und brach in Tränen aus als Sabine Lang laut in die Menge meinen Namen rief und mir zum Bundes-Champion 2011 gratulierte.

Überglücklich nahm ich den Pokal, den Sattel und etliches an Sponsoring in Empfang und wir machten uns auf den Heimweg.

Bedanken möchte ich mich von Herzen bei meinem Mann Dieter, der in den letzten Wochen einiges auszustehen hatte, außerdem Danke an Kerstin, Bernd und Tim ohne eure Hilfe vor Ort hätte ich das alles nicht geschafft.