Kurs in Waldsee auf dem Walterhof

Am 29.Juni 2013 war ich einen Tag Gast auf dem Walterhof in Waldsee. Heike Homberg, selbst ambitionierte Horse & Dogtrail Reiterin hatte zu diesem Kurs aufgerufen und sich bis ins Detail um die Organisation gekümmert. Unter anderem hatte sie die Presse der Rheinpfalz über diesen Termin informiert, der junge Mann der lange Zeit vor Ort war um sich Infos rund um dieses Thema zu holen war faszieniert was er dort zu sehen bekam und das hier ist sein Text aus der Rheinpfalz. 

Ich persönlich finde ihn sehr amüsant!

Nichts für Männer
WALDSEE.
ORTSTERMIN: Bundessiegerin Carmen Forster beim Geschicklichkeitsturnier für Mensch, Pferd und Hund auf dem Walterhof in Waldsee
Bei der Reitdisziplin „Horse & Dog Trail“ bewältigen Mensch, Pferd und Hund gemeinsam einen Geschicklichkeitsparcours.
Am Wochenende haben sich sieben Gespanne auf dem Walterhof in Waldsee darin geübt.
Aufmerksam verfolgen Jung und Alt, Mensch und Tier, Hund, Pferd und sogar Taube das Geschehen in der Reiterhalle.
Dort hat Trainerin Carmen Forster, zuletzt dreimal in Folge Gewinnerin des Bundeschampionats, ein Pattern vorbereitet, eine Aufgabe, wie sie bei Turnieren verlangt werden könnte. Der Parcours ist mit Hindernissen bestückt, die die Teilnehmer in einer bestimmten Reihenfolge und in einer bestimmten Art und Weise passieren müssen. „Im Pattern" wird vorgeschrieben, wer wann und wo was genau wie tun muss“, erklärt die Übungsleiterin aus dem Saarland. Der Hund etwa muss dem Reiter stets am Startpunkt angeleint übergeben und vom Pferd aus abgeleint werden. Wieder an die Leine genommen wird er später ebenfalls vom Sattel aus. Das ist praxisnah, denn beim Ausritt kann man ja auch nicht ständig absteigen, wenn etwas ist“, erläutert Luise Stuppi, Breitensportbeauftragte der Ersten Westernreiter Union Rheinland-Pfalz.
Forster kümmert sich derweil um die drei Frauen, die gerade ihre Pferde warmreiten. Sie erklärt ihnen den Verlauf des Parcours, was verlangt wird, gibt letzte Anweisungen.
Am Vormittag haben die Reiterinnen  bereits die Hunde mit den einzelnen Hindernissen vertraut gemacht,am frühen Nachmittag folgten die Pferde. Nun steht das gemeinsame Training mit Hund und Pferd an.Den Auftakt macht Heike Homberg, die den Tageskurs im Walterhof organisiert hat. Während sie sich mit ihren Lieblingen in Position begibt, erklärt Stuppi: „Das Schöne am Horse & Dog Trail ist, dass man diese Disziplin mit jeder Pferde- und Hunderasse ausüben kann.“ Außerdem sei jede Reitweise erlaubt, und auch das Alter spiele keine Rolle. Auf Zeit kommt es im Gegensatz zu anderen Disziplinen nicht an. Der Fokus liegt auf dem Lösen der Aufgaben und dabei wiederum auf dem harmonischen Zusammenspielzwischen Reiter, Pferd und Hund.
So muss der kleine Vierbeiner zum Beispiel in einer bestimmten Zone warten,während sich der große Vierbeiner voller Vertrauen rückwärtsdurch ein Stangen-L lotsen lässt. An anderer Stelle schickt Heike Homberg gerade ihren Hund mit dem Kommando „Brücke voraus!“ über eine Engstelle, die in der Reiterhalle mit einer Art Holzpalette dargestellt wird. Auf der anderen Seite muss er dann auf sie und ihr Pferd „Pepper Kings Josie“warten. Ob Schritt, Trab oder Galopp, der Hund sollte stets an der Seite des Pferds bleiben. „Er darf weder zu weit vorauseilen noch zu weit zurückbleiben“,sagt Stuppi. Passt der Hund auch immer auf?
Wandert seine Konzentration zwischendurch zum Publikum oder anderswohin?
Der aufmerksamen Trainerin Forster entgeht nichts. Nach jedem Durchlauf bespricht sie mit den Teilnehmerinnen, was schon gut klappt und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. „Dabei arbeiten wir immer nur mit Lob, niemals mit Druck“, informiert Stuppi. Begehen die Tiere einen Fehler, wird das ignoriert. Machen sie hingegen etwas gut, bekommen sie anerkennende Worte und bisweilen ein Leckerli. „Der Spaß muss bei allen Beteiligten erhalten bleiben, das ist am wichtigsten“, sagt sie, Forster und Homberg nicken zustimmend.
Weshalb heute keine Männer im Sattel zu entdecken sind? „Horse & Dog Trail ist sehr anspruchsvolles Multitasking. Damit wären sie vermutlich überfordert“, sagt Stuppi und lacht ebenso herzhaft wie die Umstehenden, einschließlich der anwesenden Herren. Aber selbst nach einigem Grübeln kann sich niemand daran erinnern, jemals persönlich einem Reiter in dieser Disziplin begegnet zu sein.
Vielleicht ist also doch etwas dran an der Geschichte mit dem Multita.